Wer sind die Mitglieder der GEMA??

Wer sind die Mitglieder der GEMA??

Grundsätzlich kann jeder Musikschaffende sich bei der Gema anmelden, grunsätzlich unterteilt in 3 Kategorien:

Bands und Solokünstler:

– Gema-Mitglied kann nur eine Einzelperson werden ( du z.B.)

– Wenn noch ein anderes Mitglied eurer Band komponiert/ textet muss es sich auch anmelden.( also du, und ein weiteres Mitglied schreiben Texte und/ oder Musik = ihr beide müsst euch anmelden!). Also jedes komponierende ( Musik schreiben) oder textende Mitglied muss einen gesonderten Aufnahmevertrag stellen.

– dann könnt ihr eure Songs einzeln registrieren und somit schützen lassen.

Bearbeiter:

Ein Bearbeiter ist Jemand, der zum Beispiel einen Songtext übersetzt oder aus einer Jazz-Nummer einen Rocksong macht!

– Übersetzungen und andere Bearbeitungen, welche persönliche, geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden wie selbsständige Werke geschützt.

– Der Bearbeiter hat also dadurch ein eigenes Urheberrecht ( Recht an der Bearbeitung des Werkes), das er durch die Gema verwalten lassen kann.

– Genutzt werden kann eine solche Bearbeitung jedoch erst, wenn der Rechteinhaber des Werkes ( Song, Melodie, Text) dem Bearbeiter die Bearbeitung erlaubt hat oder das Urheberrecht am bearbeiteten Werk schon erloschen ist.

Beispiel:

Ich schreibe eine Melodie, diese Jazz-Nummer, du willst diesen Song bearbeiten, einen Rock-Song draus machen, und meldest dies bei der Gema an. Dann fragst du mich, ob ich dir das erlaube. Wenn ich nein sage, dann darfst du meine Nummer Nicht zu deinem Song machen. Wenn ich aber ja sage, dann darfst du sofort loslegen. Und als Urheber bekomme ich ja immer noch die Urhebereinnahmen, auch von der Bearbeitung!

Verlage:

– Wenn du dich als Musikverlag bei der Gema registrieren lassen willst, musst du eine Firma haben.

– Es muss eine Firma sein, die Werke der Musik schriftlich vervielfältigt und verbreitet!

Wer oder Was ist die Gema??

Wer oder Was ist die Gema ( und warum ist sie wichtig) ??

Die Gema ist die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte.

Klingt ja jetzt erstmal kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Und wichtig ist sie auch, obwohl alle immer nur auf sie schimpfen. Aber lass es mich dir erklären:

Wenn du eine Band hast oder ein Solomusiker ( Künstler)  ( oder auch ein Bearbeiter, oder Verlag) bist, willst du mit deiner Musik Geld verdienen. Das ist das gleiche Prinzip wie wenn du ein Geschäft hast, dort willst du auch deine Waren verkaufen. Und bei Musik verkaufst du auch eine Ware, deine eigene Kunst.

Und im Geschäft ist es ja auch so, dass du dort nichts zu verschenken hast. Deine Verkäufer würden dort überwachen, dass nichts gestohlen wird und alle Kunden schön brav bezahlen! So ist es auch mit der Musik. Es steckt sehr viel Arbeit hinter einem Lied und das kostet auch sehr viel Geld, in guten Tonstudios zahlt man bis zu 1000 Euro für einen Tag. Und damit du als einzelner Künstler nicht jedem, der deine Musik hört, verkauft oder deine Musik als seine Musik ausgibt gibt es die Gema. Die Gema ist also der Verkäufer der prinzipiell nach Recht und Ordnung schaut.

So ich denke, das Prinzip hast du jetzt verstanden, gehen wir näher darauf ein, was die Gema eigentlich macht:

– Wenn du eine Band bist oder ein Künstler und deine Musik schon eine gewisse Fangemeinde hat, du schon den ein oder anderen Auftritt hattest und möglicherweise sogar im Radio gespielt wirst, dann lohnt es sich für dich, dich bei der Gema anzumelden!

– Wenn du dich anmeldest, kostet dies eine einmalige Anmeldegebühr und dann nochmal einen Jahresbeitrag, der liegt bei ca. 30 Euro. Es ist also nicht so teuer, wie überall in diversen Kommentaren behauptet wird! ( Übrigens ist die Gema ein Verein und behält nur einen sehr geringen Betrag ein – Verwaltungskosten, Mitarbeiter-. Das heißt, dass die Gema kein Gewinn-Unternehmen ist.)

– Was macht dann die Gema für dich:

– Die Gema nimmt deine Urheberrechte, die du ihr übertragen hast wahr ( ist auf jeden Fall in deinem Sinne)

– Die Gema stellt Musiknutzern ( Tonträgerhersteller – Plattenlabel-, Rundfunksendern – Radio, TV-, Discotheken gegen eine entsprechende Vergütung ein Repertoire ( Angebot) aus über zwei Millionen ( 2.000.000) Werken zur Verfügung. Das heißt für dich: Dass die Musiknutzer dich über die Gema dafür bezahlen, dass sie deine Musik spielen/ verwenden dürfen!

– Tantiemenausschüttung: Diese erfolgt einmal im Jahr und bedeutet: Dass die Gema die gesamten Einnahmen ( abzüglich der Verwaltungskosten) aller bezugsberechtigten Mitglieder ( kann ja sein, dass du Mitglied bist, aber in einem Jahr keine Musik verkauft hast) nach dem Gema-Verteilungsplan verteilt.

– Und die Gema hilft dir auch, wenn es dir mal nicht so gut geht: Sie unterhält nämlich die Gema-Sozialkasse: Durch diese unterstützt sie Menschen, die mindestens 5 Jahre lang ein ordentliches Mitglied waren ( die Mitglieder erkläre ich noch einmal in einem eigenen Artikel)  und nachweisen können, dass ihre Einnahmen nicht für ihren Lebensunterhalt ausreichen!

Also im Prinzip ist die Gema nicht so schlecht, wie sie immer dargestellt wird!!

Ps: In Österreich ist die AKM und in der Schweiz die SUISA für die Aufgaben, die die GEMA in Deutschland übernimmt zuständig, sie machen also genau dasselbe!!